Proserpina
Oper in einem Akt von Joseph Martin Kraus
zur Produktion
Wie Königin Berenice – in der letzten Spielzeit Titelgeberin der TanzOper «Die Lieben der Berenice» – ist auch die Göttin Proserpina eine vielschichtige und rätselhafte Frauenfigur, deren Schicksal Kunstschaffende dazu anregte, ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen. So durchwandert Proserpina die Zeiten in einer je unterschiedlichen künstlerischen Ausdeutung bis hin zur Bildenden Kunst, die ihren Raub durch Pluto in Gemälden einfing und damit verewigte.
Dieser Raub ist in Kraus’ Oper Verursacher grösster Qual bei Proserpinas Mutter Ceres: Sie, die auf der Erde Blüte und Fruchtbarkeit erschuf, sinnt jetzt auf Rache. Auch Atis ist der jungen Göttin Proserpina verfallen, obwohl er mit Cyane verlobt ist. Cyane wiederum, tief enttäuscht von Atis, verrät Pluto, wo er Proserpina treffen könne, in der Hoffnung, so den Geliebten zurückzubekommen. Proserpinas Vater Jupiter ist es, der den Liebeswirren schliesslich ein Ende setzt. Obwohl er seine Tochter an Plutos Seite glücklich findet, wird um des Friedens Willen entschieden, sie für einen Teil des Jahres aus dem Schattenreich Plutos heimzuholen auf die Erde – zu ihrer Mutter. Jedes Jahr, wenn Proserpina auf die Erde zurückkehrt, erwacht die Natur zu neuem Leben und feiert den Frühling.
Joseph Martin Kraus schuf seine Oper 1781 aus dem Geiste Mozarts und Glucks gleichermassen. Und er komponierte sie als Spiel zwischen Göttern und Menschen, das seinen glücklichen Ausgang findet in einer musikalisch berückenden Ode an die Natur und an die Freiheit.
Besetzung
Produktionsteam
- Musikalische Leitung –
- Regie –
- Bühne –
- Kostüme –
- Dramaturgie –
- Chor –
Besetzung
- Proserpina, Tochter von Jupiter und Ceres –
-
Ceres, Proserpinas Mutter –
Ani Yorentz
- Cyane –
- Atis, Cyanes Verlobter –
- Jupiter –
- Pluto –
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Erster Bacchant | Faun –
Fabian Meinen
-
Mercurius, Götterbote –
Jan Veljak