Mad King & Medea
Peter Maxwell Davies, Bushra El-Turk
1 Stunde 35 Minuten, inkl. einer Pause
CHF 40 - 80
CHF 20 - 40
zur Produktion
Ist Wahnsinn ein Mittel, der Realität zu entkommen oder – im Gegenteil – ein Mittel, um ihr zu begegnen? Wenn die Ordnung bröckelt, welche Wahrheiten brechen hervor?
Mit seinem berühmten Monodrama «Eight Songs for a Mad King» (1969) schuf Peter Maxwell Davies eine raffinierte Charakterstudie des britischen Königs George III., der ab 1760 regierte und später im Leben dem Wahnsinn verfiel. Maxwell Davies und sein Librettist Randolph Stow gingen dabei von Originaltexten des Monarchen aus, inspiriert von einer Miniaturorgel mit acht Melodien, die der König einst genutzt haben soll, um seinen Buchfinken das singen beizubringen. Betörende Kantilenen und Kakophonien werden ergänzt durch Zitate aus dem Barock und musikalischer Folklore. Etikette und Zeremonien vermischen sich mit der Banalität des Alltags. Die Macht eines Königs ist gewaltig, doch der Körper selbst ist menschlich – die Gedanken frei. Sie provozieren und offenbaren zugleich eine erstaunliche Hellsichtigkeit.
Die Uraufführung «Mein Name ist der Fluch» der britischen Komponistin Bushra El-Turk setzt dieser historischen Figur eine der widersprüchlichsten mythologischen Frauenfiguren entgegen: Medea. Das Libretto der preisgekrönten Schweizer Autorin Ariane Koch gibt Medea eine neue Stimme und versetzt die mythologische Figur in unsere heutige Zeit. Musikalisch verbinden sich in Bushra El-Turks Tonsprache moderne Texturen mit Anklängen aus nahöstlichen Musik-Traditionen. Medea will ihren Namen ändern und stellt Gesuche auf eine Namensänderung. Kann es ihr gelingen, ihrem geschrieben Schicksal zu entkommen und sich selbst neu zu definieren?
Marie Lambert-Le Bihan geht in ihrer Inszenierung dieses poetischen Doppelabends der existenziellen Frage nach, ob und wieweit wir uns von gesellschaftlichen Normen lösen und unsere eigene Identität selbst bestimmen können.
Infos
"Mein Name ist der Fluch. Medea." ist eine Auftragskomposition von Bushra El-Turk mit einem Libretto von Ariane Koch.
Sprache & Übertitel
In englischer, deutscher und altgriechischer Sprache,
mit deutschen und englischen Übertiteln.
Koproduktion
mit Lucerne Festival
«Mad King & Medea» wird durch die Freunde Luzerner Theater unterstützt.
Die Presse über uns
«In den beiden Solostücken «Mad King & Medea» überzeugen Robert Maszl als King George III. und Solenn' Lavanant Linke als Medea auf der ganzen Linie.«
– Sämi Studer, SRF
Impressionen
Pressestimmen
«Eine raffinierte Charakterstudie des verrückten britischen Königs George III.
Im Spannungsfeld von Selbstermächtigung und Wahnsinn, Macht und Willkür, Liebe und Hass erleben wir eine Welt in Brüchen.»
– Jörn Florian Fuchs, Deutschlandfunk
«In den beiden Solostücken «Mad King & Medea» überzeugen Robert Maszl als King George III. und Solenn' Lavanant Linke als Medea auf der ganzen Linie.»
– Sämi Studer, SRF
«Ensembletenor Robert Maszl [ergänzt] mit maximalem Körpereinsatz in Schauspiel und Gesang.
Von schwächster Kopfstimme zu kehligem Röhren und karikiertem Koloraturgesang springt seine Stimme so schnell zum nächsten verzerrten Extrem wie die Gedanken des Mad King.»
– Diana Tobler, Luzerner Zeitung
«Wer sich nicht abschrecken lässt, taucht an diesem Abend so tief in zwei verschiedene emotionale Welten ein, dass der Wahnsinn Verständnis weicht.»
– Diana Tobler, Luzerner Zeitung
Besetzung
Eight Songs for a Mad King
Produktionsteam
- Musikalische Leitung –
- Regie und Licht –
- Bühne –
- Kostüme –
- Dramaturgie –
Mein Name ist der Fluch. Medea-Monolog
Produktionsteam
- Musikalische Leitung –
- Regie und Licht –
- Bühne –
- Kostüme –
- Auftragskomposition –
- Dramaturgie –
- Auftragslibretto –