Das Verhängnis
Yael Inokai
zur Produktion
Eine Bäuerin findet einen leblosen Körper im Flachsfeld. Die Schuhe, Ringe und Muttermale sind ihr erschütternd vertraut – sie glaubt, sich selbst in der Toten zu erkennen. Wenig später ist der leblose Körper verschwunden. Die Bäuerin aber ist sich sicher: Das war sie, die dort lag, und sie muss ergründen, was ihr Verhängnis ist.
So ganz passt sie nicht in das Dorfgefüge: Die Bäuerin auf dem kleinen Hof mit dem Flachsfeld, das vor der Erntezeit mit blauen Blüten übersät ist. Sie war nicht immer eine Bäuerin und ihr Mann nicht immer ein Bauer – bis sein jüngerer Bruder starb, war er dessen Knecht. Das Flachsfeld ist ein Überbleibsel aus den Jahren, als sie ihre eigene Aussteuer bewirtschaftete, aber auch noch aus einer sehr viel länger zurückliegenden Zeit, als Flachsbau ein wichtiger wirtschaftlicher Zweig war.
Hängt der Tod mit ihrer Herkunft zusammen, ihrer Stellung? Mit der Zuneigung, die sie für ihre Nachbarin empfindet? Oder trägt sie noch ein ganz anderes, sehr viel älteres Erbe in sich, das zu ihrem Verhängnis wird?
Als Hausautorin am Luzerner Theater in der Spielzeit 2025/26 hat die Schweizer Autorin Yael Inokai mit «Das Verhängnis» ihren ersten Theatertext geschrieben. Dieser Text entstand im Rahmen des Stücklabor Basel. Für ihren letzten Roman «Ein simpler Eingriff» erhielt Yael Inokai, die derzeit in Berlin lebt, den Anna-Seghers-Preis und den Clemens-Brentano-Preis. Im Herbst 2026 erscheint ein neuer Roman im Hanser Verlag Berlin.
Besetzung
Produktionsteam
- Regie –
- Bühne –
- Kostüme –
- Musik –
- Licht –
- Dramaturgie –