Die Welt im Rücken
Thomas Melle
zur Produktion
«Gestern noch hatte es keine Grenzen mehr zwischen mir und der Welt gegeben, totale Auflösung im Rausch der Zeichen, jetzt war ich völlig isoliert von allem um mich herum.»
Rausch, Party, Allmachtsfantasien eines Superstars, dann der Fall ins Bodenlose, die graue Leere, das Nichts. Vorsichtiger Beginn, gefühlte Normalität. Und schon wieder hebt die Manie ab. Abgelöst wird sie von der nächsten krachenden, sich selbst auslöschenden Depression. Der Rhythmus einer Krankheit, die den Rhythmus eines Lebens vorschreibt.
Wie brüchig die eigene Identität eines versehrten Ichs sein kann, beschreibt Thomas Melle in seinem schonungslosen und zutiefst menschlichen Roman «Die Welt im Rücken». Er erzählt mit radikaler Offenheit, Poesie und Humor über sein Leben mit einer bipolaren Störung und den Versuch, sich zwischen manischer Ekstase und depressiver Leere nicht selbst zu verlieren.
Ensemblemitglied Carina Thurner widmet sich dieser gewaltigen Sprachpartitur mit spielerischer Zärtlichkeit. Gemeinsam mit dem Ensemble geht sie auf eine musikalische Suche nach den Zuständen zwischen Kontrollverlust und Grössenwahn und den Übergängen zwischen Paranoia und einer sogenannten Normalität.
«Die Welt im Rücken» ist eine Einladung, über mentale Gesundheit, Verletzlichkeit und das Menschsein in einer entfremdeten Welt nachzudenken. Denn Geschichten helfen, damit man weiss, dass man nicht alleine ist.
Besetzung
Produktionsteam
- Regie –
- Ausstattung –
- Dramaturgie –
Besetzung
Spieldaten
Mi 05.05.
20.00 Uhr
Premiere
Schauspiel
Premiere