Hannah Nagel
Regisseurin
Hannah Nagel (*1996, sie/ihr) ist bei Köln geboren und aufgewachsen. Nach einem Bundesfreiwilligendienst in Berlin absolvierte sie ein Studium der Theaterwissenschaft und der Kunstgeschichte (B.A 2019) und ein Studium der Psychologie (B.Sc 2021) an der Johannes Gutenberg- Universität Mainz und der Università degli Studi di Padova. Sie assistierte am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, am Stadttheater Fürth und zuletzt unter der Intendanz von Ina Karr am Luzerner Theater (2021-2024). In dieser Zeit zeigte sie erste eigene szenische Arbeiten im Rahmen des hausinternen Nachwuchsförderprogramms Reflektor Akademie.
In der Spielzeit 24/25 eröffnete sie mit ihrer Inszenierung von «Bilder deiner grossen Liebe» von Wolfgang Herrndorf die Spielzeit der Sparte Schauspiel des Luzerner Theaters und inszenierte die Uraufführung von Nele Pollatscheks Roman «Kleine Probleme». Ihre Inszenierung des Klassenzimmerstücks «Die Eisbärin» von Eva Rottmann läuft seit der Spielzeit 22/23 ebenfalls erfolgreich am Luzerner Theater.
Mit der Performance POPSTAR PAPA ist sie Preisträgerin der Tankstelle Bühne 2025, der zentralschweizer Förderungsplattform für darstellende Nachwuchskünstler:innen. Sie ist Teil des Stipendiat:innenprogramms DoubleTheater der MigrosEngagement Förderung und arbeitet als freie Regisseurin an verschiedenen Projekten.
Hannah Nagel interessiert sich für Stoffe, Texte, Figuren von und über FLINTA Personen jeden Alters und die Umschreibung heteronormativer Narrative. Sie leuchtet in ihren Arbeiten gerne politische Dimensionen von Erzählungen aus, die Sichtbarkeit für marginalisierte Erfahrungen schaffen und einen kompromisslosen female gaze etablieren. Ausserdem liebt sie Musik und nette Menschen. Mit beidem macht Theater (und eigentlich alles) viel mehr Spass.